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Die Unsicherheit war den Zuschauern vor dem ersten Punktspiel gegen Borsch anzusehen. Wo steht die Eintracht im Vergleich zur Ligakonkurrenz? Mit dem SV Borsch gastierte ein unbequemer Gegner auf dem Göldner, der in der Vorsaison als Aufsteiger für die eine oder andere Überraschung sorgte. Unsicherheit herrschte aber zunächst auch auf der Geschäftsstelle der Eintracht. Wie wird die erstmalige Benutzung des Online-Spielformulares funktionieren? Die Borscher hatten ihren Part noch nicht vollständig vorbereitet, sodass man dann doch noch einmal parallel auf die Papiervariante zurückgreifen musste, während Eintracht's Mannschaftsleiter Rico Gemsjäger seinem Borscher Kollegen bei der Eingabe seines Kader half. Am Ende standen dann alle Informationen so zur Verfügung, wie der Verband sich das wünscht. Da das ausgefüllte Formular Voraussetzung für den Anpfiff ist, begann die Partie mit knapp 15 Minuten Verspätung.
Eintracht's Neu-Coach Thomas Stang musste auf Sebastian Treuse, Steven Kollmann, Cornelius Brack (alle verletzt), Patrick Rothe (gesperrt) und Sebastian Caspar (verhindert) verzichten und ließ wie schon im Pokal Peter Thurnbacher neben Kevin Schenke stürmen. Nach einer kurzen Abtastphase hatte der Gastgeber die erste Chance. Peter Thurnbacher hatte seinen Gegenspieler auf der Grundlinie ausgetanzt, wurde dann aber beim Schussversuch aus spitzem Winkel geblockt (6.). Eine Schrecksekunde erlebten die Gäste nach 10 Minuten, als Werner Sauer ohne Fremdeinwirkung im eigenen Strafraum mit großen Schmerzen zusammenbrach. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden, Lorenz Wiegand kam für ihn ins Spiel. Kurz darauf starteten die Borscher ihren ersten Konter. Christopher Simon wurde steil geschickt und er kam auch vor dem aus dem Tor stürmenden Daniel Menzel an den Ball, konnte das Leder aber nicht in Richtung Tor lenken (13.). Besser klappte es auf der anderen Seite. Nach einem Angriff über die rechte Seite traf Kevin Schenke zunächst die Flanke per Kopf nicht voll, dafür kam Axel Duft in aussichtsreicher Position an den Ball. Er scheiterte mit seinem Versuch noch an Carsten Schmelz, Marcus Brunner bewies dann aber Übersicht und schob den Abpraller ins rechte Eck (15.). Der Jubel war noch nicht richtig verhallt, da musste Schmelz schon wieder hinter sich greifen. Nur Sekunden nach Wiederanpfiff lief Peter Thurnbacher aufs Tor zu. Da er 22 Meter vor dem Ziel keine Anspielstation hatte, hielt er einfach drauf und überraschte den Keeper mit seinem platzierten Geschoss (16.). Spätestens nach diesem Doppelschlag war die Eintracht Herr im eigenen Haus. Als nach einer Flanke von rechts Stefan Kirchner das Leder an die eigene Latte drosch, hatten die Sondershäuser Fans schon den nächsten Torschrei auf den Lippen (22.). Auch Felix Bertrams strammer Schuss aus 22 Metern verfehlte sein Ziel nur knapp (26.). Die Gäste probierten es derweil viel mit langen hohen Bällen in die Spitze, die aber eine sichere Beute von Daniel Menzel waren. Erst nach 27 Minuten wurde es vor dem Eintracht-Tor gefährlich, als Martin Gimpel in der Mitte zuviel Platz hatte, den Kopfball aber über das Gehäuse setzte. Bevor Christopher Simon mit einem Schuss aus 17 Metern die letzte Chance des SVB vor dem Seitenwechsel vergab (38.), brannte es auf der anderen Seite lichterloh nach einer Ecke. Carsten Schmelz behielt im Gewühl aber die Übersicht und war vor Peter Thurnbacher am Ball (33.). In den letzten fünf Minuten vor der Pause erhöhte die Eintracht noch einmal den Druck. Doch erst zielte Kevin Schenke nach feiner Freistoß-Flanke von Axel Duft zu hoch (40.), dann spitzelte Peter Thurnbacher den Ball nach einem erneuten Duft-Traumpass nicht nur am Keeper sondern auch am Tor vorbei (43.). Bei Sören Kraft's Kracher aus 25 Metern (45.) musste Schmelz nicht eingreifen, Sekunden später konnte er es nicht. Der Ball kam von Axel Duft zu Marcus Brunner, der mit gutem Auge den heranbrausenden Außenverteidiger Marcel Wattrodt bediente. Letzterer sparte sich die Ballannahme und zog von halblinks aus 12 Metern direkt ab und traf direkt unters Dreiangel. von wo der Ball ins Netz sprang (45.). Nach diesem wunderschönen Tor wurde die Eintracht mit verdientem Applaus in die Halbzeit verabschiedet.
Nach dem Wechsel verflachte die zuvor flotte Partie etwas. Die Eintracht tat nicht mehr als nötig, die Gäste erweckten den Eindruck, als wollten sie nur noch Schlimmeres verhindern. Trotzdem hätte der Gastgeber das Ergebnis noch deutlicher gestalten können. Schon kurz nach dem Wechsel hatte Kevin Schenke die Chance zum vierten Tor, er war aber zuweit nach außen abgedrängt, nachdem er den Gästekeeper ausgespielt hatte. Den entscheidenden Pass hatte zuvor Sören Kraft gespielt (48.). In besserer Schussposition war nach 54 Minuten Youngster Marcus Brunner, doch diesmal traf er nach Vorarbeit von Peter Thurnbacher den Ball nicht richtig. Erst nachdem ein Freistoß von Daniel Rasch aus 35 Metern über die Latte zischte (71.), hatten die Gäste ihre beste Chance im ganzen Spiel. Bei der Eintracht schlich sich nun zeitweise der Schlendrian ein und so fand sich Martin Gimpel zehn Minuten vor dem Ende ganz allein vor Daniel Menzel wieder. Doch der Sondershäuser Schlussmann verkürzte den Winkel geschickt, sodass Gimpel knapp rechts neben den Pfosten zielte. Zwei Minuten vor Ultimo hatte der eingewechselte Florian Schrötter die letzte Torgelegenheit, er scheiterte nach schöner Flanke von Daniel Rasch aber an Carsten Schmelz.
Drei Tore, hinten zu Null, ein hochverdienter Sieg, drei Punkte. So wünscht man sich den Auftakt in die Saison. Auch wenn Mannschaft und Trainer mit der zweiten Halbzeit wohl nicht ganz glücklich waren, verließen die Zuschauer zufrieden den Göldner. Gerade die Leistung im ersten Spielabschnitt macht Mut für die kommenden Wochen. Und siehe da - auch wenn Sebastian Caspar einmal fehlt, kann die Eintracht Tore schießen. Der Punktspiel-Einstand von Thomas Stang ist geglückt, so kann es weitergehen.
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