: : Landesliga Thüringen 2009/2010 - 15. Spieltag
 
 

0

Weida
28.11.2009, 13:30 Uhr

Zuschauer
110 (ca. 30 Gäste)

Schiedsrichter

Michael Kahl
Matthias Peckruhn
Jürgen Schmidt

4
 
  0 : 1 Axel Duft (19.)
  0 : 2 Kevin Schenke (72.)
  0 : 3 Marcus Brunner (74. / Foulelfmeter)
  0 : 4 Kevin Schenke (76.)
 
Jan Funk (Weida) hält einen Foulelfmeter von Axel Duft (57.)
 

 : : Aufstellungen
 
Jan Funk   Daniel Menzel
Benjamin Liebold     Florian Schrötter
Felix Theileis     Sebastian Treuse
Jan Wannitschka     Daniel Rasch (MK)
Christian Gerold     Lars Plachy (70. Cornelius Brack)
Paul Plötner (79. Eduard Heier)     Sebastian Caspar
Benjamin Weise (76. Dominik Kurz)     Axel Duft
Kai Schumann     Marcus Brunner (79. Felix Bertram)
Sven Otto (MK)   Maik Piesche
Mario Wannitschka     Steven Kollmann (62. Kevin Schenke)
Eric Baumann     Patrick Rothe
Trainer: Ralf Heuschkel     Trainer: Thomas Stang

 

 : : Spielbericht von Steffen Kliebisch
Der Joker stach

Der letzte Hinrundenspieltag führte die Eintracht gestern auf den Roten Hügel nach Weida zum noch punktlosen Tabellenschlusslicht. Selten war die Favoritenrolle deutlicher vergeben als in diesem Spiel, dennoch wusste man bei den Gästen, dass auch diese Partie kein Selbstläufer sein würde. Thomas Stang hielt für seine Mannen eine Überraschung in der Aufstellung parat. Steven Kollmann durfte von Beginn an neben Sebastian Caspar stürmen, Kevin Schenke musste zunächst auf der Bank platznehmen.

Auf der schönen Sportanlage in Weida war die Eintracht vom Anpfiff weg optisch überlegen. Die erste gefährliche Aktion konnten aber dennoch die Gastgeber verbuchen. Kai Schumann wurde steil geschickt, kam aber nicht mehr vor Daniel Menzel an den Ball, der mit seiner im Endeffekt erfolgreichen spielerischen Einlage für kurze Atemnot auf der Sondershäuser Bank sorgte. Überhaupt probierten es die Weidaer häufig mit steilen Pässen, doch Keeper Daniel Menzel zeigte sich über die volle Spielzeit immer auf der Höhe des Geschehens und gab einen sehr guten Libero ab. Nach gut einer Viertelstunde begann der Spitzenreiter, den Druck zu erhöhen. Nach einer Ecke wurde es erstmals unübersichtlich und hektisch im Weida-Strafraum (16.). Folgen hatte das Durcheinander aber nicht. Eine Minute später schaltete sich Maik Piesche in die Angriffsbemühungen ein und schickte Steven Kollmann auf die Reise. Der stand allein vor Jan Funk, konnte den Schlussmann aber nicht überwinden (17.). Es gab jetzt Chancen im Minutentakt. Beim nächsten Angriff versuchte sich Kollmann als Vorbereiter, doch Sebastian Caspar traf nur das Außennetz (18.). Weida kam kaum noch aus der eigenen Hälfte, die logische Konsequenz gab es in der 19. Spielminute. Patrick Rothe fing den Befreiungsversuch der Ostthüringer ab und spielte wunderschön in die Gasse zu Axel Duft. Der ließ sich diese Gelegenheit allein vor Jan Funk nicht entgehen. Fünf Minuten nach der Führung hätte Sebastian Caspar nach schöner Vorarbeit über die linke Seite erhöhen können, doch sein Versuch flog links am Gehäuse vorbei (24.). Auch ein Schuss von Axel Duft aus der zweiten Reihe brachte keinen Erfolg (32.). Im direkten Gegenzug tauchte Benjamin Liebold plötzlich im Eintracht-Strafraum auf, seine Direktabnahme aus 15 Metern ging jedoch deutlich daneben (32.). Quasi mit dem Pausenpfiff hätte Steven Kollmann für einen komfortableren Vorsprung sorgen müssen, er brauchte nach der Vorlage von Sebastian Caspar aber zu lange und vergab damit eine weitere große Gelegenheit.

Der fahrlässige Umgang mit den Chancen hätte sich nach dem Wechsel um ein Haar gerächt. Denn in den ersten fünf Minuten des zweiten Spielabschnittes hatten die Weidaer gleich zweimal die große Chance zum Ausgleich. Dabei hatte Paul Plötner großes Pech, als sein Kopfball an die Latte klatschte. Den zurückprallenden Ball nahm er nochmal mit dem Kopf, brachte Daniel Menzel damit aber nicht in Bedrängnis (46.). In der 50. Minute segelte ein Freistoß aus dem rechten Halbfeld in den Strafraum, in dem Jan Wannitschka völlig allein gelassen wurde. Aber auch er brachte das Leder aus 7 Metern nicht im Gehäuse unter. Immerhin dienten diese Szenen als Wachrüttler für Daniel Rasch & Co. Sie übernahmen gegen tapfer kämpfende Weidaer nun wieder die Initiative und hatten durch 12-Tore-Mann Sebastian Caspar die nächste Chance. Jan Funk aber zeigte sich einmal mehr auf dem Posten (52.). Fünf Minuten später gab es das nächste Duell zwischen Caspar und Funk, diesmal wusste sich der Keeper aber nur mit einem Foul zu helfen. Den fälligen Strafstoß schoss Axel Duft gar nicht einmal schlecht in die rechte Ecke, doch Funk lenkte das Leder mit einer großartigen Parade um den Pfosten (57.). Als kurz darauf Steven Kollmann erneut völlig frei vor dem Torwart scheiterte, musste Thomas Stang reagieren. Er nahm den glücklosen Angreifer vom Feld und brachte Kevin Schenke in die Partie. Der hatte sicher Wut im Bauch und wollte unbedingt zeigen, dass er in die Startelf gehört. Bevor er aber zu seiner ersten Möglichkeit kam, scheiterte Axel Duft mit einer strammen Direktabnahme noch einmal am besten Weidaer - Jan Funk (67.). Kurz darauf gab es einen weiteren Wechsel beim Gast, Cornelius Brack kam für den leicht erkälteten Lars Plachy ins Spiel (70.). Die zwei Auswechslungen sollten sich wenig später lohnen... Scheiterte Kevin Schenke nach Duft's Vorarbeit zunächst noch kläglich (71.), stach der Joker im zweiten Versuch. Cornelius Brack hatte den sehr mannschaftsdienlich spielenden Sebastian Caspar mit feinem Pass auf die Reise geschickt, der sah den besser postierten Schenke, legte ab und der Rest war Formsache (72.). Der Treffer wirkte wie eine Erlösung. Gegen nun nachlassende Gastgeber lief der Ball immer besser durch die Eintracht-Reihen, auch weil Cornelius Brack half, das Offensivspiel anzukurbeln. Und so dauerte es nicht lange, bis das Leder erneut im Netz zappelte. Wieder konnte Sebastian Caspar nur unfair gestoppt werden, wieder gab es Elfmeter. Diesmal schnappte sich Marcus Brunner das Leder. Auch er zielte in die rechte Ecke, setzte das Leder aber flach direkt neben den Pfosten und ließ Funk somit keine Abwehrchance (74.). Und weiter ging es im 2-Minuten-Takt. Patrick Rothe ließ alle Gegenspieler auf der rechten Außenbahn stehen, bediente den freistehenden Kevin Schenke und der durfte seinen zweiten Treffer erzielen (76.). Die Partie war natürlich gelaufen und die Eintracht hatte in der Folge noch mehrere gute Kontermöglichkeiten. Die Beste davon vergab Patrick Rothe, der allein vor Jan Funk am Tor vorbei schoss (81.). Das änderte aber nichts an einem am Ende souveränen Sieg der Eintracht-Elf.

15 Spiele, 36 Punkte, 35:17 Tore, Platz 1. Eintracht Sondershausen wird als Tabellenführer in die Winterpause gehen, unabhängig vom Ausgang der noch anstehenden Partie in Borsch sowie der Nachholspiele der Konkurrenz. Wer hätte das vor Saisonbeginn gedacht? Und in Weida hat man nun auch endlich mal gezeigt, dass man auch gegen ein Team aus dem Tabellenkeller einen deutlichen Sieg einfahren kann. Gute Stimmung auf der Rückfahrt war damit garantiert.
Jetzt gilt es, am kommenden Wochenende in Borsch noch einmal nachzulegen und die Konkurrenten damit weiter unter Druck zu setzen.

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 : : Fotos von Eva-Maren Lange