: : Landesliga Thüringen 2009/2010 - 16. Spieltag
 
 

0

Borsch
06.12.2009, 13:30 Uhr

Zuschauer
300 (ca. 30 Gäste)

Schiedsrichter

Jan Schröder
Marco Schneider
Falk Paul

1
 
  0 : 1 Sebastian Caspar (73.)
 
Stefan Kirchner (Borsch) verschießt einen Foulelfmeter (4.)
 

 : : Aufstellungen
 
Marcel Gimpel     Daniel Menzel
Johannes Kraus     Sebastian Treuse
Stefan Kirchner     Daniel Rasch (MK)
Thomas Loos (MK)     Cornelius Brack
Martin Gimpel     Sebastian Caspar (90. Steven Kollmann)
Patrick Elsner (70. Florian Abel)     Axel Duft
Chistoph Glotzbach (57. David Wiegand )   Kevin Schenke
Tobias Axmann (65. Silvio Kirchner )     Marcus Brunner (80. Florian Schrötter)
Christopher Simon     Maik Piesche
Niklas Kraus     Patrick Rothe
Markus Rudolph   Marcel Wattrodt
Trainer: Rainer Vogt     Trainer: Thomas Stang

 

 : : Spielbericht von Steffen Kliebisch
Schmutzige Schuhe am Nikolaus-Tag

Mühsam versuchten die Kicker aus Borsch und Sondershausen nach Spielende ihre Schuhe wieder halbwegs sauber zu bekommen. Ein aussichtsloses Unterfangen... der Schlamm hatte sich nach 90 anstrengenden Minuten in jeder Ritze des Schuhwerks ausgebreitet. Damit ist über die Platzverhältnisse eigentlich auch schon fast alles gesagt. Der Rasen war tief, schlammig und damit äußerst rutschig. Ein Umstand, mit dem aber beide Teams zurecht kommen mussten.

Eintracht-Coach Thomas Stang konnte im letzten Spiel des Jahres wieder auf den in Weida gesperrten Marcel Wattrodt zurückgreifen. Der besetzte auch gleich wieder die linke Seite in der Viererkette. Auf der rechten Seite spielte Sebastian Treuse und er war es auch, der in der 2. Spielminute die erste Sondershäuser Torchance einleitete. Sein Pass fand Kevin Schenke, der sich um seinen Gegenspieler drehte und abschloss. Sein Schuss flog aber knapp links am Gehäuse vorbei. Im Gegenzug kam Martin Gimpel im Eintracht-Strafraum an den Ball. Nach ein paar Rutscheinlagen traf sein Gegenspieler Daniel Rasch nicht den Ball, sondern Gimpel's Beine. Die logische und richtige Konsequenz - Elfmeter für den Gastgeber. Mit Stefan Kirchner schnappte sich ein Routinier den Ball. "Rechts oben" mutmaßte Eintracht's Mannschaftsleiter Rico Gemsjäger an der Seitenlinie. Und genau da wollte Kirchner auch hin schießen. Er zielte aber zu hoch, sodass der Ball an die Oberkante der Latte klatschte. Von dort sprang er zurück ins Feld zu Patrick Elsner. Der wollte nach innen flanken und auch diesmal landete das Leder auf dem Gebälk (4.), bevor die Eintracht-Defensive dann aber endlich klären konnte. Spätestens jetzt waren alle wach in Borsch. Es entwickelte sich trotz der schwierigen Platzverhältnisse ein flottes Spiel. Marcus Brunner versuchte es einmal aus 18 Metern, fand aber in Marcel Gimpel seinen Meister (8.). Trotz klarem optischen Übergewicht blieben Chancen für den Spitzenreiter Mangelware. Auf der anderen Seite wurde es auch nicht richtig brenzlig, denn meist konnte man den Ball rechtzeitig aus der Gefahrenzone befördern. So zum Beispiel bei Cornelius Brack's Rettungstat in der 25. Minute und acht Minuten später, als Daniel Menzel und Marcel Wattrodt gemeinsam klärten (33.). Nachdem das ansonsten tadellose Schiedsrichtergespann um Jan Schröder ein Foulspiel an Sebastian Caspar im Strafraum nicht pfiff, zog Axel Duft aus 20 Metern ab, zielte aber vorbei (37.). Quasi mit dem Pausenpfiff musste Daniel Menzel noch einmal eingreifen, hatte aber kein großes Problem, weil Martin Gimpel weggerutscht war und dementsprechend keinen Druck mehr hinter seinen Versuch brachte (45.).

Nach dem Wechsel wurde die Partie immer einseitiger. Die Eintracht bestimmte nun ganz klar das Geschehen auf dem Borscher Sportplatz. Genau einmal tauchten die Gastgeber halbwegs gefährlich vor dem Sondershäuser Tor auf. Das war nach 51 Minuten, als Martin Gimpel aufs Tor schoss, den fehlerfreien Daniel Menzel damit aber nicht ernsthaft prüfte. Kurz zuvor hatte es Kevin Schenke auf der anderen Seite aus der Drehung versucht, aber erneut knapp vorbei gezielt (50.). Ähnlich ging es Daniel Rasch bei seinem Freistoß aus 23 Metern (65.). Die Eintracht spielte gut, es fehlten nur die Tore. Um ein Haar hätten die Borscher selbst für eine Eintracht-Führung gesorgt, doch der Rettungsversuch nach einem Freistoß von Axel Duft strich um Zentimeter am Pfosten vorbei (68.). Das Tor lag in der Luft... und es fiel! Daniel Rasch schlug einen wunderschönen Diagonalpass auf den startenden Sebastian Caspar. Der entkam seinen Gegenspielern und ließ auch Marcel Gimpel im SVB-Tor keine Chance (73.). Der Bann war gebrochen. Wer jetzt mit einer wilden Aufholjagd des Gastgebers rechnete, sah sich getäuscht. Es fehlte wohl die Kraft, um sich noch einmal gegen die Niederlage zu stemmen. Souverän verteidigte die nun sichere Sondershäuser Defensive den Vorsprung. Und eigentlich hätte auch der zweite Treffer noch fallen müssen. Sieben Minuten vor dem Ende hatte sich Kevin Schenke auf der rechten Außenbahn durchgesetzt und mustergültig auf den heranrauschenden Patrick Rothe zurückgelegt. Der wollte direkt schießen, traf das Leder aber nicht richtig und auch Sebastian Caspar kam einen Schritt zu spät (83.). In der 87. Minute stand das Torgespenst dann ganz allein fünf Meter vor dem SVB-Tor und scheiterte am Borscher Keeper. Gerächt hat sich das aber nicht. Auch weil die Eintracht um ihren routinierten Spielmacher Axel Duft auch die 2 Minuten Nachspielzeit clever herunterspielte und den Ball immer in des Gegners Hälfte hielt. So blieb es beim verdienten 1:0-Erfolg für den alten und neuen Spitzenreiter.

Der Jubel nach dem Abpfiff war groß. Verständlich, denn nun geht man unabhängig vom Ausgang der Nachholspiele mit mindestens 4 Punkten Vorsprung auf Rang 2 in die wohlverdiente Winterpause. Was Thomas Stang und seine Mannschaft in der ersten Saisonhälfte geleistet haben, nötigt einem großen Respekt ab. Ich ziehe den Hut und wünsche dem Team, seinen Trainern und Betreuern eine erholsame Winterpause und eine ruhige, besinnliche Weihnachtszeit.

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 : : Fotos
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