: : Landesliga Thüringen 2009/2010 - 19. Spieltag
 
 

2

Sondershausen
03.04.2010, 14:00 Uhr

Zuschauer
200 (ca. 5 Gäste)

Schiedsrichter

Jan Kanzler
Reiner Eichenberg
Kay Siefert

2
 
Patrick Rothe (10.) 1 : 0  
Steven Kollmann (45.) 2 : 0  
  2 : 1 Christian Deppe (79.)
  2 : 2 Marc Werner (90.+ 3)
 
keine
 

 : : Aufstellungen
 
Daniel Menzel     Stefan Lübke
Sebastian Treuse     Andreas Eib
Daniel Rasch (MK)     Daniel Papst
Lars Plachy   Christian Deppe
Sebastian Caspar   Michael Wedekind (75. Marc Werner)
Axel Duft     Dominique Sellmann
Sören Kraft   Benjamin Orschel (46. Thomas Siebert)
Kevin Schenke     Marcel Hanusch
Marcus Brunner (84. Marcel Wattrodt )     Mathias Held
Steven Kollmann (67. Felix Bertram)     Sebastian Möhlhenrich (MK)
Patrick Rothe (81. Florian Schrötter)     Christopher Elsner (75. Manuel Lubojanski)
Trainer: Thomas Stang     Trainer: Marco Wehr

 

 : : Spielbericht von Steffen Kliebisch

Nicht ansatzweise meisterlich

Mit dem 1.SC 1911 Heiligenstadt gastierte heute ein im Aufwind befindliches Team auf dem Göldner. Dennoch war die Eintracht natürlich Favorit, mit dem klaren Ziel, alle drei Punkte einzufahren. Verzichten musste Thomas Stang auf Maik Piesche und Cornelius Brack, die beide verletzt sind. Kevin Schenke rückte ins Mittelfeld und Steven Kollmann übernahm den zweiten Platz im Sturm neben Sebastian Caspar.

Von Beginn an entwickelte sich eine Partie, in der die Gäste aus Heiligenstadt ein optisches Übergewicht hatten. Bereits nach 10 Minuten konnten die Gäste drei Ecken für sich verbuchen, ohne dabei jedoch gefährlich zu werden. Die Eintracht hielt sich sehr zurück und konterte in der 10. Spielminute im eigenen Stadion. Und wie...! Lars Plachy erkämpfte sich das Leder an der eigenen Torauslinie und spielte zu Steven Kollmann. Der ließ auf der rechten Außenbahn alle Gegenspieler stehen und passte fast von der Grundlinie maßgenau zu Patrick Rothe, der das Leder in der Mitte zur überraschenden Führung versenken konnte (10.). Ein Treffer, der Selbstvertrauen und Ruhe geben sollte... Denkste. Das Sondershäuser Spiel war geprägt von Fehlern und hohen Bällen. Heiligenstadt zeigte sich unbeeindruckt und bestimmte weiter das Geschehen. Ein unplatzierter Kopfball von Michael Wedekind im Anschluss an eine der vielen Ecken war aber die einzige Aktion, die so etwas wie Torgefahr ausstrahlte. Nach einem weiteren Konter konnte sich Sebastian Caspar erstmals in Szene setzen, fand aus 16 Metern aber seinen Meister in Stefan Lübke. Da waren bereits 40 Minuten gespielt. Nachdem auf der Gegenseite Daniel Rasch in höchster Not gegen Sebastian Möhlhenrich klären musste, gelang Steven Kollmann noch vor der Pause gar das 2:0 für die Hausherren. Axel Duft schlug einen Freistoß schön in den Strafraum, wo der Youngster am höchsten stieg und per Kopf ins linke Eck vollendete. Dank gnadenloser Effektivität konnte man also mit einem beruhigenden Vorsprung den Pausentee genießen.

Nach dem Wechsel setzte Axel Duft mit einem zwar platzierten, aber zu schwach geschossenen Freistoß ein erstes Ausrufezeichen (46.). Aber auch diese Aktion und eine Chance von Kevin Schenke, der nach Caspar-Pass an Lübke scheiterte, konnten nicht darüber hinweg täuschen, dass bei der Eintracht spielerisch nichts zusammen lief. Das zeitweise vorgeführte Gebolze erinnerte an längst vergessen geglaubte Zeiten. Nach gut einer Stunde musste sich Daniel Menzel richtig lang machen, um einen Schlenzer von Mathias Held noch über die Latte zu lenken (62.). Das Bild glich dem ersten Spielabschnitt. Heiligenstadt bestimmte das Spiel, kam aber nicht wirklich gefährlich zum Zuge. Das änderte sich in der 79. Minute. Sören Kraft stand viel zu weit weg vom eingewechselten Manuel Lubojanski. Der passte nach innen zu Marc Werner. Dessen Schuss, der wohl ans Außennetz gegangen wäre, ließ Daniel Menzel nach vorn abklatschen, sodass Werner erneut an den Ball kam und nach innen passen konnte. Dort stand Christian Deppe völlig frei und hatte wenig Mühe, den Anschlusstreffer zu markieren. In der Schlussphase gab es natürlich viele Räume für die Eintracht, die sie aber nicht nutzte. Felix Bertram (86.) scheiterte ebenso an Lübke wie auch Kevin Schenke (90.). Diese Chancen waren aber alle nichts gegen die Gelegenheit des völlig abgemeldeten Sebastian Caspar. Der brachte das unfassbare Kunststück fertig, den Ball aus 2 Metern über das leere Tor zu befördern. Man muss ihm wohl zugute halten, dass das Leder auf dem miserablen Geläuf einmal mehr versprungen ist. Trotzdem darf man sich nicht wundern, wenn man nach solchen vergebenen Chancen noch den Ausgleich kassiert. Die zwei Minuten Nachspielzeit waren abgelaufen als eine letzte Flanke in den Sondershäuser Strafraum flog. Zuvor hatte es die Eintracht in mehreren Versuchen nicht geschafft, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern. Der eingewechselte Marc Werner war gänzlich ungedeckt, nahm das Leder wohl auch unter Zuhilfenahme seiner Hände an und vollendete mühelos gegen den auf verlorenem Posten stehenden Daniel Menzel.

Der Punkt für die couragiert auftretenden Gäste gegen eine schwerfällige und spielerisch enttäuschende Eintracht war am Ende verdient. Die Jungs von Thomas Stang müssen sich bis Montag gewaltig steigern, denn auch Abstiegskandidat Schlotheim wird die Punkte nicht kampflos hergeben. Bei aller Enttäuschung über die gezeigte Leistung muss man der Eintracht auch mal ein schlechtes Spiel zugestehen. Man darf nicht vergessen, dass vor der Saison wohl niemand damit gerechnet hätte, nach 20 absolvierten Partien auf Rang 1 zu stehen.

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 : : Fotos von Jens Ortschig