: : Landesliga Thüringen 2009/2010 - 21. Spieltag
 
 

2

Sondershausen
20.03.2010, 14:00 Uhr

Zuschauer
200 (ca. 10 Gäste)

Schiedsrichter

Maik Ronis
Ralf Bauroth
Sebastian Neumann

1
 
Sebastian Caspar (5.) 1 : 0  
  1 : 1 Benjamin Schröter (14.)
Peter Thurnbacher (86.) 2 : 1  
 
keine
 

 : : Aufstellungen
 
Daniel Menzel     Max Steinborn
Sebastian Treuse     Marko Lorenz
Daniel Rasch (MK)   Dirk Wachsmuth (MK)
Cornelius Brack     Steven Hiersche (67. Thomas Gäbler)
Felix Bertram (61. Marcus Brunner)   René Rudolph
Sebastian Caspar     Benjamin Schröter (80. Volker Schenk)
Axel Duft (79. Lars Plachy)     Stephan Wild
Sören Kraft     Michael Hermann
Kevin Schenke     Martin Querengässer
Maik Piesche     Claudio Mußler
Patrick Rothe (64. Peter Thurnbacher)   Ronny Röhr (75. Paul Burghause )
Trainer: Thomas Stang     Trainer: Christian Häusler

 

 : : Spielbericht von Steffen Kliebisch
Ein hartes Stück Arbeit

Die Favoritenrolle war vor dem ersten Heimspiel des Jahres klar vergeben. Als Spitzenreiter zählte für die Eintracht nur ein Sieg im Duell mit Einheit Rudolstadt. Eintracht-Coach Thomas Stang hatte personell die Qual der Wahl und ließ Felix Bertram von Beginn an spielen, dafür musste Marcus Brunner mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen.

Das Spiel begann mit engagierten Gastgebern. Und schon nach fünf Minuten klingelte es im Rudolstädter Kasten. Axel Duft passte zu Sebastian Caspar, der Einheit-Schlussmann Max Steinborn umkurvte und locker einschob (5.). Eintracht legte nach und nur 2 Minuten später zappelte der Ball wieder im Netz. Doch diesmal hatte der Assistent die Fahne oben. Danach war es mit der Sondershäuser Herrlichkeit allerdings vorbei. Die Gäste nutzten eine Standardsituation nach knapp einer Viertelstunde zum Ausgleich. Benjamin Schröter verlängerte einen Freistoß unhaltbar ins lange Eck (14.). In der Folge bissen sich die Eintracht-Kicker an der gut organisierten Abwehr der Heidecksburgstädter die Zähne aus. Chancen? Fehlanzeige. Stattdessen hatte Steven Hiersche die große Chance, seine Farben in Führung zu bringen. Nachdem er sich zweimal mit grenzwertigen Mitteln im Zweikampf durchgesetzt hatte, stand er allein vor Daniel Menzel, der mit einer starken Fußabwehr rettete (29.). Bei den Gastgebern bestimmten Abstimmungsfehler und hohe Bälle in die Mitte das Bild. Erst ein Drehschuss von Sebastian Caspar sorgte nach 34 Minuten für etwas Gefahr. Als Patrick Rothe vier Minuten vor dem Pausenpfiff halbrechts frei stand, hatten die Zuschauer den Torschrei auf den Lippen. Doch dem Youngster rutschte der Ball über den Schlappen und damit auch weit über das Tor.

Thomas Stang gab seiner ersten Elf trotz der sehr durchwachsenen Leistung nach dem Wechsel noch eine Chance. Doch besser wurde es erstmal nicht. In der 48. Minute brauchte man sogar etwas Glück, als ein starker Freistoß von René Rudolph aus 23 Metern ganz knapp am Dreiangel vorbei flog. Ein Schuss von Sebastian Caspar nach schöner Vorarbeit von Axel Duft war das erste Sondershäuser Lebenszeichen im zweiten Durchgang (53.). Auf der Gegenseite kamen die Rudolstädter, bei denen von konstruktivem Offensivspiel auch nicht viel zu sehen war, zu einer großen Chance, als Daniel Rasch eine Ecke vermeiden wollte, den Ball aber direkt vor die Füße von Steven Hiersche spielte. Der war fünf Meter vor dem Kasten aber zu überrascht und schoss drüber (60.). Im direkten Gegenzug hätte es Strafstoß für die Eintracht geben können. Beim Versuch den Ball abzulegen wurde Sebastian Caspar umgetreten, der Pfiff blieb aber aus. Das Leder landete bei Axel Duft, dessen Versuch Max Steinborn mit dem Fuß parieren konnte (61.). Thomas Stang wechselte nun und brachte Marcus Brunner für Felix Bertram und mit Peter Thurnbacher einen weiteren Angreifer für Patrick Rothe. Kevin Schenke wechselte auf die rechte Außenbahn. Thurnbacher war keine 30 Sekunden auf dem Platz, da fiel ihm das Leder halbrechts auf den Fuß. Doch anstatt zu schießen, wollte er in die Mitte zu Sebastian Caspar passen, der aber im Abseits stand (64.). Auch drei Minuten später war Peter Thurnbacher, der viel frischen Wind brachte, im Mittelpunkt. Er tankte sich rechts im Strafraum durch und wurde zu Fall gebracht. Erneut blieb der Pfiff aus. Im Gegenzug protestierten die Gäste vehement, weil ihnen der Unparteiische aus ihrer Sicht einen Vorteil nahm, nachdem Daniel Rasch seinen Gegenspieler gefoult hatte und der Ball auf die linke Außenbahn kam. Doch es wäre abseits gewesen, sodass die Entscheidung von Maik Ronis, den Freistoß zu geben, völlig richtig war. Nach dieser Aktion wurde es wieder ruhiger in den beiden Strafräumen. Die Eintracht warf alles nach vorn und spielte hinten phasenweise 1 gegen 1. Doch die Defensive der Gäste stand... noch... Vier Minuten vor dem Ende stand Peter Thurnbacher noch einmal dort, wo er in der 64. Minute stand. Und wieder kam der Ball maßgenau auf seinen rechten Fuß. Diesmal hatte er den Mut, selbst abzuschließen und wuchtete das Leder mit Urgewalt ins linke untere Eck. Der Jubel war grenzenlos! In der Nachspielzeit wurde es nur noch einmal eng, doch Daniel Rasch stellte seinen Körper zwischen den Ball und den Gegenspieler, sodass Daniel Menzel das Leder aufnehmen konnte.

Dann war Schluss und die Eintracht durfte sich über weitere drei Punkte freuen. So ein Spiel gewinnt man vermutlich nur, wenn man oben steht. Doch nach dem "Wie" fragt morgen schon niemand mehr. Außer vielleicht Thomas Stang, der seinen Männern sicher klar machen wird, dass man wieder eine Schippe drauf legen muss, um kommendes Wochenende in Weimar bestehen zu können.

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 : : Fotos von Jens Ortschig