: : Landesliga Thüringen 2009/2010 - 23. Spieltag
 
 

4

Sondershausen
10.04.2010, 15:00 Uhr

Zuschauer
181 (ca. 10 Gäste)

Schiedsrichter

Heiko Langhammer
Suat Sen
Christoph Müller

4
 
Kevin Schenke (11.) 1 : 0  
Sören Kraft (25.) 2 : 0  
Kevin Schenke (28.) 3 : 0  
  3 : 1 Manuel Sengewald (39.)
  3 : 2 Denny Milde (41.)
Sebastian Caspar (53.) 4 : 2  
  4 : 3 Denny Milde (63.)
  4 : 4 Frank Lehmann (64.)
 
keine
 

 : : Aufstellungen
 
Daniel Menzel     Jens Kutzner
Daniel Rasch (MK)     Alexander Bauch (46. Christian Thäder )
Lars Plachy     Ronny Scholz
Felix Bertram (78. Sebastian Treuse)   Denny Milde
Sebastian Caspar     Martin Schulz
Axel Duft     Frank Lehmann (89. Chris Schiller)
Sören Kraft   Sven Maurer (78. Steven Lenzner )
Kevin Schenke     Toni Schulz
Marcus Brunner (59. Florian Schrötter)     Sven Seebauer (MK)
Patrick Rothe (69. Peter Thurnbacher)     Tino Pohl
Marcel Wattrodt     Manuel Sengewald
Trainer: Thomas Stang     Trainer: Tino Focke

 

 : : Spielbericht von Steffen Kliebisch

Ergebnis Nebensache

Manchmal sind Ergebnisse nicht mehr wichtig. Schaute man nach der Begegnung in die Gesichter der Spieler und Verantwortlichen der Eintracht, sah man nicht nur Enttäuschung über das Ergebnis sondern vor allem Entsetzen. Nicht aber über die Leistung, denn die war über weite Strecken tadellos, sondern über die schwere Verletzung von Marcus Brunner. Nach nicht ganz 60 Minuten war das Spiel, diese Saison und sicher mindestens weite Teile der kommenden Serie für ihn beendet. Bei einem Foul von Denny Milde zog sich der Youngster einen Schien- und Wadenbeinbruch sowie einen Bänderriss im Knöchel zu. Noch am Samstag wurde er in Sondershausen operiert. Wenn er erfährt, mit welchem Ergebnis die Partie endete, wird seine Laune nicht steigen. Dabei hatte für den Gastgeber alles so gut begonnen...

In den ersten 30 Minuten überrollte der Eintracht-Express den FC Motor Zeulenroda. Die Gäste hatten dem agressiven Pressing und dem schnellen Spiel der Hausherren nichts entgegenzusetzen. Ein erstes Achtungszeichen setzte Kevin Schenke nach 5 Minuten, zielte dabei aber genau auf Motor-Keeper Jens Kutzner. Zwei Minuten später setzte Axel Duft erneut den sehr agilen Schenke in Szene, doch Kutzner kam rechtzeitig aus seinem Tor und konnte den Schuss abblocken. Sekunden später zog der aufgerückte Sören Kraft aus 19 Metern ab, traf aber nur den Innenpfosten. Von dort prallte das Leder genau in die Arme von Jens Kutzner (8.). Nach 11 Minuten war es dann aber soweit. Daniel Rasch hatte auf den links durchstartenden Marcel Wattrodt gepasst. Der erwischte das Leder kurz vor der Grundlinie und flankte nach innen, wo Kevin Schenke mit einem lehrbuchmäßigen Kopfball die überfällige Führung erzielte. Nach fast 20 Minuten erlebten die 181 Zuschauer den ersten ernsthaften Vorstoß der Gäste. Im Anschluss an einen Freistoß versuchte es Frank Lehmann aus der Drehung, brachte aber keinen Druck hinter den Ball und zielte ein paar Meter neben den Kasten. Die Eintracht war gefährlicher - und erfolgreich. Nachdem der erste Versuch an dem Pfosten landete, klappte es nach Ablage von Sebastian Caspar diesmal richtig und Sören Kraft erzielte sein erstes Saisontor mit strammem Schuss aus 16 Metern (25.). Nur drei Minuten später legte die Stang-Elf nach. Marcel Wattrodt wurde lang geschickt und kam im Strafraum an den Ball. Er wurde zwar gefoult, doch der hessische Schiedsrichter Tino Langhammer entschied richtigerweise auf Vorteil, denn Kevin Schenke kam zum Schuss und ließ Kutzner keine Chance (28.). Die Eintracht spielte und kombinierte nach Belieben, weitere Treffer schienen eine Frage der Zeit. Und tatsächlich klingelte es noch zweimal vor der Pause. Aber auf der anderen Seite. Der überraschende Treffer zum 3:1 fiel durch einen umstrittenen Freistoß. Manuel Sengewald schlug das Leder von der Außenlinie scharf in den Strafraum, wo Freund und Feind verpassten und das Leder links oben einschlug (39.). Die Eintracht zeigte sich geschockt und kassierte zwei Minuten später gleich das nächste Tor. Vorausgegangen war eine Ecke. Zunächst schossen sich die Zeulenrodaer kurz vorm Eintracht-Tor noch gegenseitig an, dann aber versenkte Denny Milde den Ball aus Nahdistanz (41.). Und hätte Sven Maurer direkt im nächsten Anpfiff nicht so schlecht gezielt, wäre sogar der Ausgleich möglich gewesen (42.). Die Zuschauer auf der Tribüne sahen sich verdutzt an. Es spielte nur die Eintracht und trotzdem war noch nichts in trockenen Tüchern.

Nach dem Seitenwechsel musste der Spitzenreiter zwar zwei brenzlige Situationen überstehen (Daniel Rasch warf sich mit Erfolg in einen Schuss von Tino Pohl), fand dann aber wieder ins Spiel. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Kevin Schenke bediente Sebastian Caspar mit einem hohen Ball, der ließ seinen Gegenspieler stehen und überlupfte dann auch den aus seinem Tor stürzenden Jens Kutzner (52.). Kurz darauf konnte Denny Milde einen Sololauf von Marcus Brunner nur rustikal bremsen - mit den oben genannten Folgen. Eintracht war geschockt - im Gegensatz zu Denny Milde. Der traf einen mißglückten Abwehrversuch aus 23 Metern perfekt und ließ Daniel Menzel mit seinem Volleyschuss keine Chance (63.). Und wie schon im ersten Abschnitt folgte eine Schlafwageneinlage der Sondershäuser Defensive. Diesmal war Frank Lehmann der Nutznießer, er veredelte die Vorarbeit von Denny Milde (64.). Mit zunehmender Spieldauer wurde die Eintracht noch offensiver, schließlich sollten die Punkte auf dem Göldner bleiben. Der für Marcus Brunner ins Spiel gekommene Florian Schrötter hatte die erneute Führung auf dem Fuß, schloss aber zu überhastet mit links ab und brachte so keinen Druck hinter den Ball (67.). Ein Freistoß von Peter Thurnbacher landete in den Armen von Jens Kutzner (70.) und auch Daniel Rasch's Kopfball fand nicht den Weg ins Ziel (88.). Die Zeulenrodaer konnten die sich ihnen bietenden Räume nicht nutzen, hatten aber einmal Pech, als Ronny Scholz eine scharfe Eingabe von links knapp verpasste, weil Daniel Rasch das Leder noch leicht abfälschte.

Nach 4 Minuten Nachspielzeit war Schluss und völlig konsternierte Sondershäuser saßen noch eine Weile auf dem Platz. Sie waren über weite Teile der Partie in allen Belangen klar überlegen und hatten am Ende doch nur einen Punkt auf dem Konto. Viel schlimmer ist aber der Verlust von Marcus Brunner - gerade auch in Anbetracht der Tatsache, dass auch Steven Kollmann und Maik Piesche noch länger ausfallen und auch Cornelius Brack noch nicht wieder einsatzfähig ist. Am kommenden Wochenende gastiert dann die BSG Wismut Gera auf dem Göldner.

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 : : Fotos
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