Eintracht zurück in der Erfolgsspur
Mit der BSG Wismut Gera gastierte ein Team auf dem Göldner, das etwas unerwartet noch im Abstiegskampf steckt. Nach dem Schlotheimer Sieg gegen Borsch waren die Männer von Udo Korn unter Druck. Aber auch die Eintracht wollte den Sieg unbedingt. Zum Einen wollte man sich für das 4:4 gegen Zeulenroda rehabilitieren, zum Anderen konnte man sich mit einem vollen Erfolg weiter von Wacker Nordhausen absetzen, das am Tag zuvor überraschend dem FC Thüringen Weida unterlag.
Bei der Eintracht kehrte Cornelius Brack nach überstandener Verletzung zurück ins Team. Er sollte der Defensive mehr Stabilität geben. Florian Schrötter rückte für den am Knie verletzten Lars Plachy in die Viererkette.
In der Anfangsphase ließ der Hausherr das Pressing und den Druck aus dem Zeulenrodaspiel vermissen. So erarbeitete sich die Wismut ein leichtes optisches Übergewicht, ohne dabei zu zwingenden Chancen zu kommen. Nach vier Minuten prüfte David Kwiatkowski den Sondershäuser Schlussmann, der das Leder aber im Nachfassen sicher hatte. Von der Eintracht war in der Auftaktviertelstunde eine Gelegenheit für Sebastian Caspar, der nach Kopfballvorlage von Kevin Schenke einen Schritt zu langsam war, sowie ein abgeblockter Schuss von Felix Bertram aus 17 Metern notierenswert. Auf Seiten der Geraer zog vor allem einer an den Ketten - der schnelle Francis Wezel. Er war es auch, der kurz nacheinander erst Daniel Menzel prüfte (17.) und dann aus vollem Lauf rechts vorbei schoss (19.). Im direkten Gegenzug versuchte es Patrick Rothe aus 18 Metern, sein Schuss ging aber links neben das Tor. Die Eintracht übernahm nun etwas mehr die Kontrolle und hatte durch einen allerding deutlich zu hoch angesetzten Kopfball von Cornelius Brack die nächste Chance (22.). Den ersten Torjubel gab es in der 33. Minute, doch Sebastian Caspar wurde überraschenderweise wegen Abseits zurückgepfiffen. Der Pass, bei dem Caspar angeblich im Abseits stand, kam von Axel Duft. Drei Minuten später hatten aber auch die Unparteiischen nichts mehr gegen die Eintracht-Führung einzuwenden. Nach feinem Doppelpass mit Marcel Wattrodt legte Sebastian Caspar für Kevin Schenke auf, der sich die Chance aus 11 Metern nicht nehmen ließ (36.). Wenig später musste Daniel Menzel noch einmal gegen den aus spitzem Winkel abziehenden Steve Lippold auf der Hut sein (40.), bevor zwei Schenke-Chancen die erste Halbzeit beendeten. Im ersten Versuch wurde er nach Vorarbeit von Axel Duft und Sebastian Caspar geblockt (41.), sechzig Sekunden später landete sein Schuss aus 20 Metern am Lattenkreuz.
Die Geraer dürften nach dem Wechsel voller Tatendrang aus der Kabine gekommen sein. Doch ihnen wurde schnell der Zahn gezogen. Axel Duft düpierte die Wismut-Abwehr mit einem genialen Pass auf Sebastian Caspar, der allein vor Mark Reiter sein ganzes Können zeigte und das Leder über den Keeper hinweg ins Tor lupfte (49.). Ein Traumtor! Was danach von den im Abstiegskampf steckenden Gästen folgte, darf man getrost als enttäuschend bezeichnen. Es fehlte das große Aufbäumen, ein echter Siegeswille war nicht zu sehen. Immer wieder versuchte man es durch die Mitte, wo entweder die Viererkette um Daniel Rasch oder aber der sehr aufmerksame Daniel Menzel Schlimmeres zu verhindern wussten. So klärte die Sondershäuser Nummer 1 mit dem Fuß vor dem heranstürmenden René Steiniger (61.). Der Gastgeber verwaltete das Ergebnis und kam zu einem weiteren Abseitstor. Nach einem Freistoß köpfte zunächst Daniel Rasch Richtung Pfosten, wo der eingwechselte Peter Thurnbacher das Leder über die Linie drückte. Doch wie schon im ersten Durchgang war die Fahne oben (81.). Dennoch hieß der Endstand 3:0. Sechs Minuten vor dem Ende setzte sich Peter Thurnbacher auf der rechten Außenbahn durch und flankte in die Mitte, wo Sebastian Caspar wartete. Der Geraer Kai Vitzthum wollte klären, traf das Leder aber nicht richtig und ließ seinem Torwart mit dem verunglückten Abwehrversuch keine Chance (84.).
Drei wichtige Punkte im Kampf um den Meistertitel wurden souverän und verdient eingefahren. Doch am kommenden Wochenende wartet ein anderes Kaliber auf die Elf von Thomas Stang. Die Reise geht zu Wacker Gotha - Verfolger Nummer 1. Wenn man es schafft, dort mindestens ein Remis zu ergattern, wäre ein großer Schritt getan.
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