Jugend forscht
Im Heimspiel gegen Germania Ilmenau wollte die Eintracht mit einem Sieg einen weiteren großen Schritt in Richtung Meisterschaft machen. Doch gegen Ende der Saison geht dem Spitzenreiter das Personal aus. Maik Piesche ist noch im Urlaub, Florian Schrötter, Marcus Brunner, Lars Plachy und Steven Kollmann sind Langzeitverletzt. Seit dem Derby in Nordhausen hat nun auch Patrick Rothe ein dickes Knie - Einsatz unmöglich.
Und es sollte heute nicht besser werden. In der 17. Minute stiegen Sebastian Caspar und Ilmenau's Torwart hoch, prallten unglücklich zusammen und fielen unsanft. Für Eintracht's Goalgetter endete der Tag im Krankenhaus. Erste Diagnose - 4-facher Rippenbruch - Saisonaus. Vor dieser Szene bestimmten die Gäste das Geschehen auf dem Göldner. Schon nach 9 Minuten konnte Tobias Huck aus 20 Metern abziehen, schoss aber links vorbei. Vier Minuten später sorgte ein hoher Ball in den Strafraum für Verwirrung. Daniel Rasch zog zurück, Daniel Menzel ging nicht hin - und hatte den Ball dann im Nachfassen. Dann folgte der verheerende Zweikampf im Ilmenauer Strafraum. Für den verletzten Caspar kam Markus Menke in die Partie. Die nervös wirkenden Hausherren kamen gegen spielfreudige Ilmenauer nur nach Standards zu Chancen. Doch weder das Durcheinander nach einer Ecke (29.), noch Daniel Rasch's Kopfball nach einem Freistoß (41.) führten zum Erfolg. Dazwischen lag ein Abseitstor der Germanen, die ihren Angreifer nicht in der verbotenen Zone sahen (30.). Die letzte Gelegenheit vor dem Wechsel hatte Peter Thurnbacher. Nach einem Konter über Marcel Wattrodt nahm er das Leder volley, konnte unter Bedrängnis aber nicht genau genug zielen (44.).
Nach dem Wechsel kam die Eintracht nun druckvoller aus der Kabine. Axel Duft zog in der 48. Minute aus 16 Metern ab, scheiterte aber an Maximilian Kott. Genauso erging es Felix Bertram mit seinem Versuch in der 56. MInute. Auf der Gegenseite startete Maryan Zachert und konnte mutterseelenallein auf Daniel Menzel zulaufen. Aber Cornelius Brack nahm beide Beine in die Hand und spitzelte Zachert das Leder in großem Stil vom Fuß (60.). In den letzten 30 Minuten erhöhte die Eintracht stetig den Druck. Ilmenau konnte sich nur noch sporadisch aus der eigenen Hälfte befreien. Als Axel Duft den gerade erst für Sebastian Treuse in die Partie gekommenen Stephan Ludwig bediente, hatten die Zuschauer den Torschrei schon auf den Lippen. Doch wieder einmal reagierte Maximilian Kott stark. Das Leder kam zu Kevin Schenke, der direkt abzog. Doch diesmal war ein Abwehrbein dazwischen und das Leder flog über den Kasten (66.). In der 72. Minute versuchte es Felix Bertram aus der zweiten Reihe, zielte aber links vorbei. Dann war wieder Kott der Spielverderber, als er ein Freistoß-Geschoss von Daniel Rasch entschärfte (74.). Auch bei einer schön vors Tor geschlagenen und von niemandem berührten Freistoßfanke des starken Cornelius Brack war er auf dem Posten (76.). Nachdem er einen Versuch von Axel Duft nach Vorarbeit von Marcel Wattrodt zur Ecke lenkte, hatte er das Glück des Tüchtigen. Felix Bertram's Schuss mißglückte und der völlig frei stehende Sören Kraft reagierte nicht schnell genug (80.). Die Viererkette des Gastgebers war längst aufgelöst, da starteten die Germanen einen letzten Konter. Der eingewechselte Lorenz Rassmann zog aus 16 Metern ab, zielte aber zu hoch. Noch einmal kam die Eintracht vors Tor. In der Nachspielzeit kam Sören Kraft fünf Meter vor dem Tor an den Ball, traf das Leder aber nicht richtig, sodass Maximilian Kott zupacken konnte.
Dank des Leinefelde Remis in Gotha bleibt es aber bei 4 Punkten Vorsprung. Ein Sieg aus den letzten zwei Spielen reicht also zur Meisterschaft.
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