27.04.2026
Rückblick auf 35 Jahre Eintracht - Teil 1 zum Jubiläum am 30. April
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Am Donnerstag begeht unser BSV Eintracht sein nunmehr 35. Gründungsjubiläum. Grund genug in einer vierteiligen Serie auf die bisherige Geschichte vom erfolgreichsten Fussballverein des Landkreises zu schauen.
Heute mit Teil 1 von der Gründung bis zum ersten Landesmeistertitel in den 90er Jahren.

Die 1990er Jahre markieren die Aufbau- und zugleich erste große Erfolgsphase des BSV Eintracht Sondershausen. Mit der Gründung am 30. April 1991 in der Gaststätte „Wipperperle“ wurde der Grundstein für eine bemerkenswerte Entwicklung gelegt. Bereits früh einigten sich die Mitglieder auf den Namen „Eintracht“, die Vereinsfarben Gelb/Blau sowie eine klare sportliche Ausrichtung, die das Zusammenwachsen zweier Traditionen widerspiegelte.

Sportlich begann der Verein unmittelbar aktiv: Schon wenige Tage nach der Gründung absolvierte die Landesligamannschaft ihr erstes Spiel. In den Anfangsjahren etablierte sich die Eintracht schnell im Thüringer Fußball und machte durch solide Leistungen sowie eine gute Mischung aus erfahrenen Spielern und eigenen Talenten auf sich aufmerksam. Erste Achtungserfolge, wie ein sechster Tabellenplatz in der frühen Phase, unterstrichen das Potenzial des jungen Vereins.

Ein wichtiger Bestandteil der Vereinsentwicklung waren die ab 1992 veranstalteten Fußballfeste, die mit dem Spiel der DFB-Traditionself um Uwe Seeler vor über 4.000 Zuschauern ihren Anfang nahmen. Diese Veranstaltungen entwickelten sich zu Publikumsmagneten und stärkten sowohl die Bekanntheit als auch den Zusammenhalt im Verein nachhaltig.

Mitte der 1990er Jahre festigte Eintracht seine Position in der Spitzengruppe Thüringens. Mit Axel Böse stellte der Verein 1995 erstmals den Torschützenkönig der Liga und begründete damit eine Tradition erfolgreicher Torjäger. 1996 folgten weitere Meilensteine: Mit dem Hamburger SV war erstmals ein Bundesligist zu Gast in Sondershausen, und die A-Junioren krönten sich zum Thüringenmeister – ein bedeutender Erfolg für die Nachwuchsarbeit.

Gegen Ende des Jahrzehnts zahlte sich die konsequente Förderung eigener Talente zunehmend aus. Nach einer Phase des Umbruchs gelang in der Saison 1998/99 der Sprung unter die besten drei Mannschaften der Liga. Matthias Nelde setzte dabei als Toptorjäger ein weiteres Ausrufezeichen.

Den Höhepunkt der 1990er Jahre bildete schließlich die Saison 1999/2000. Eine beeindruckende Serie von 41 ungeschlagenen Spielen führte die Mannschaft unter Trainer Burkhard Venth souverän zur Thüringenmeisterschaft und damit zum Aufstieg in die Oberliga. Mit Christian „Ete“ Krug stellte der Verein erneut den erfolgreichsten Torschützen der Liga.

Insgesamt waren die 1990er Jahre geprägt von kontinuierlichem Aufbau, wachsender sportlicher Stärke und ersten großen Erfolgen. Sie legten das Fundament für die weitere Entwicklung des Vereins und bleiben als prägende Dekade in der Geschichte des BSV Eintracht Sondershausen in Erinnerung.

Grafik: Der Landesmeister 2000 zur 875 Jahr-Feier in Sondershausen.
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