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29.04.2026
Rückblick auf 35 Jahre Eintracht - Teil 3 zum Jubiläum am 30. April
Am Donnerstag begeht unser BSV Eintracht sein nunmehr 35. Gründungsjubiläum. Grund genug in einer vierteiligen Serie auf die bisherige Geschichte vom erfolgreichsten Fussballverein des Landkreises zu schauen.
Heute mit Teil 3 vom Thüringenliga-Abstieg, dem Rekordpokalsieger-Besieger und Wiederaufstieg in den 2010er Jahren.
Das neue Jahrzehnt begann für den BSV Eintracht Sondershausen zunächst mit einer soliden Saison, die auf dem fünften Tabellenplatz abgeschlossen wurde. Bereits im darauffolgenden Spieljahr kehrte die Mannschaft jedoch eindrucksvoll in die Spitzengruppe zurück. Nach einem guten Start verlief die Hinrunde zwar noch wechselhaft, doch in der Rückserie zeigte das Team eine deutliche Leistungssteigerung. Neun Siege aus den letzten zehn Spielen führten schließlich zur Vizemeisterschaft. Besondere Aufmerksamkeit erhielt das vorerst letzte Derby gegen den FSV Wacker 90 Nordhausen, das von kuriosen Umständen begleitet wurde. Aufgrund personeller Engpässe musste das Vorspiel der zweiten Mannschaft kurzfristig abgesagt werden, während die erste Mannschaft trotz ordentlicher Leistung eine 1:3-Niederlage hinnehmen musste. Die Saison war zudem von bedeutenden Jubiläen geprägt: Sebastian Caspar erzielte sein 200. Punktspieltor im Trikot der Eintracht, während Axel Duft sein 500. Pflichtspiel für den Verein absolvierte. Gleichzeitig feierte der BSV sein 20-jähriges Bestehen sowie „100 Jahre Fußball in Sondershausen“. Ein Höhepunkt der Feierlichkeiten war ein Freundschaftsspiel gegen den FC Rot-Weiß Erfurt.
Zu 35 Jahren Vereinsgeschichte gehören nicht nur Sonnenschein am Göldner-Himmel, sondern auch „Regentage“. Besonders große „Wolken“ zogen am 11. Juni 2016 auf - denn nach 25 Jahren überregionalen Fußball verabschiedete sich die Eintracht nach einem desolaten Saisonfinale aus dem Thüringer Oberhaus.
In der Saison 2015/16 betrat der BSV Eintracht Sondershausen ungewohntes Terrain. Nach zwei Jahrzehnten in der Thüringenliga sah sich der Verein erstmals von Beginn an im Abstiegskampf wieder. Die Entscheidung fiel schließlich am letzten Spieltag: Ein Sieg gegen das Tabellenschlusslicht aus Borsch hätte zum Klassenerhalt gereicht, doch Eintracht blieb dieser Erfolg verwehrt. Damit musste der Verein erstmals den Gang in die Landesklasse absteigen.
So startete Eintracht Sondershausen in der Landesklasse und setzte sich von Beginn an in der Spitzengruppe fest. Für ein echtes Highlight sorgte jedoch der 3. September 2016: Im TFV-Pokal traf man erneut auf den FC Carl Zeiss Jena – ein Duell zwischen siebter Liga und einem Profiteam aus der vierten Liga. In einem der spektakulärsten Spiele der Vereinsgeschichte gelang die Sensation: Durch ein Tor von Eric Nowak setzte sich Sondershausen überraschend durch und sorgte für einen unvergesslichen Pokalmoment. Einen besonderen Rekord stellte die Mannschaft im letzten Heimspiel auf dem Göldner auf. Vor der Partie gegen Sömmerda hatte der BSV bereits 95 Saisontore erzielt und nahm sich vor, die Marke von 100 Treffern zu knacken. In der 87. Minute war es schließlich soweit: Der erst 18-jährige Tim Böhme erzielte das fünfte Tor für Sondershausen und machte damit die dreistellige Torquote perfekt – ein Novum in über 100 Jahren Fußball in Sondershausen. Am Ende der Saison belegte Eintracht einen starken dritten Platz, verpasste den Aufstieg jedoch nur knapp.
In der folgenden Saison präsentierte sich die Eintracht äußerst souverän und war über weite Strecken das dominierende Team der Liga. Die Mannschaft von Trainer Enrico Leifheit ließ sich kaum aufhalten und krönte ihre starke Spielzeit frühzeitig mit dem entscheidenden Erfolg in Sömmerda. Mit dem Gewinn der Landesklasse-Meisterschaft 2018 gelang die Rückkehr in die Verbandsliga.
Die Saison begann für den Aufsteiger holprig, doch im weiteren Verlauf fand die Mannschaft zunehmend zu ihrer Form zurück. Für einen außergewöhnlichen Moment sorgte das Heimspiel am 17. November 2018 gegen die SG Glücksbrunn Schweina: Nach einer schweren Verletzung eines Gästespielers musste ein Rettungshubschrauber auf dem Spielfeld landen. Die Partie wurde daraufhin abgebrochen und später am grünen Tisch für Eintracht gewertet.
Mit einer starken Rückrunde krönte die Mannschaft schließlich ihre Entwicklung und belegte in der ersten Saison nach dem Wiederaufstieg einen hervorragenden dritten Platz.
Grafik: Den Thüringepokal Rekordsieger Carl Zeiss Jena 1:0 bezwungen 2016.